Über mich

Bär – genau wie der Bär. Cornelia Bär heißt wirklich so. Von Geburt an. Ihr Hobby: Bären nähen. „Na klar, wenn ich auf Ausstellungen mein Kärtchen abgebe, finden das viele witzig“, lacht die Künstlerin. „Manche sagen: Dieser Name verpflichtet. Und das stimmt ja auch irgendwie.“

 

Genervt ist Cornelia Bär von den häufigen Nachfragen nie. Im Gegenteil, sie hat immer ein Lächeln für ihre Kunden parat. Genauso wie ihre Schmunzelbären, die stets fröhlich und gut gelaunt, manchmal auch ein bisschen forsch und frech in die Welt schauen. Der lebensfrohe Eindruck der Bären, die mal klassisch und mal frei inspiriert, aber immer nach Cornelias eigenen Schnitten gearbeitet sind, wird des Öfteren verstärkt durch die bunten, selbstgefärbten Mohairstoffe. „Bunte Bären machen einfach am meisten Spaß, allein das Zusammenstellen der Farben ist eine schöne Vorarbeit“, schwärmt die Künstlerin. Wenn dann noch ein Teddyfell mit Locken verarbeitet werden konnte, ist das Glück perfekt.

 

Doch auch die braunen Töne und dunklere Felle gefallen der Wahlschweizerin, die vor gut 30 Jahren aus Deutschland hergezogen ist. „Naturbären mag ich nämlich auch ganz gern.“ Gerade ist ein solcher entstanden. Genauer gesagt, eine Bärin. „Yona, das bedeutet Bärin auf Indianisch, habe ich im Mai 2014 gefertigt, nachdem ich den Naturbärenkursus bei Heike Hilkenbach absolviert hatte“, erzählt Cornelia Bär stolz. Dem Naturworkshop waren ein Klassikerkurs bei der gleichen Dozentin vorangegangen und auch ein Kurs bei Margarete Nedballa. Angefangen hatte alles eigentlich vor 12 Jahren mit einer Bastelpackung. „Und dann wollte ich es wirklich lernen.“ Wie gesagt, der Name verpflichtet.

 

Mit ihrem Lebenspartner und vier Katzen – drei Maine Coons und ein kleiner Tigerkatze – lebt Cornelia Bär in Roggwil im Kanton Bern. „Das ist ein kleines Dorf an der Grenze zum Kanton Aargau“, erklärt die gelernte Malerin, die heute als kaufmännische Angestellte in einem Fliesenlegerbetrieb arbeitet. „Viele sagen, dass es hier so schön und ruhig ist, dass man Urlaub machen könnte.“ Das Haus der Mutter zweier erwachsener Töchter steht auf dem höchsten Punkt von Roggwil und ist umgeben von einem großen Garten mit mittlerweile 50 Rosen. „Ich liebe Rosen – besonders die englischen Sorten, die so gut duften.“

 

In gemütlich-freundlicher Mundart, einer Mischung aus Baseldeutsch und Aargauer Dialekt – „in dem Kanton habe ich lange gewohnt“ – erzählt Cornelia Bär, dass sie ihre Bären meist im Wohnzimmer näht, mal in der Mittagspause oder abends und am Wochenende. Da entstehen zum einen Bärchen mit etwa 20 cm und mehr Größe und zum anderen Minibärchen mit um die 9 cm. Alle von Hand genäht, mehrfach gesplintet und mit Schafwolle gefüllt, versteht sich. „Das Gestalten der Gesichter macht mir sehr viel Freude, und natürlich das Ausarbeiten der großen Füße, die meine Bären auszeichnen“, beschreibt Cornelia Bär ihr kreatives Schaffen.

 

 

Text: Karin Bruns